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Zitate berühmter Zeitgenossen
von Agatha Christie

Als Britin steht sie auf der Seite der Vernunft in ihrer nüchtern-pragmatischen Spielart, als Romanschriftstellerin weiß sie, daß es mehr Dinge im Himmel und auf Erden gibt, und in den gelungenen ihrer Bücher verbindet sie Logik und Assoziation, Theorie und Traum, Wissen und Witterung zu einem wundersamen, in sich einigen "integrierten" Erkenntnisorgan.

Barbara Sichtermann, 1986

 

Die meisten großen Autorinnen und Autoren des Goldenen Zeitalters, ob Dorothy Sayers, Margery Allingham oder Gilbert Keith Chesterton, übertrafen Agatha Christie an literarischer Darstellungskunst, niemand erreichte sie - aufs ganze Werk gesehen - in Variationsreichtum und Kombinationsvermögen. Die Kunst, in Ketten zu tanzen, die Nietzsche von jedem Schriftsteller forderte, beherrscht sie vorzüglich.

Gert Ueding, 1990

 

Ich bewundere und schätze Agatha Christies Fähigkeit, ein Geheimnis so lange zu bewahren, bis sie es enthüllen will. Und ich bewundere ebenso eine andere ihrer Eigenschaften, die nicht allen Schreibern von Detektiv-Romanen zueigen ist, ihre Fähigkeit, eine klare und einfache englische Sprache zu schreiben.

Clement Attlee, 1950

 

Der beste Kriminalschriftsteller? Kann ich nicht beantworten, zu viele Typen. Dem Absatz nach Gardner und Christie. Kann Christie nicht lesen.

Raymond Chandler, 1949

 

Vielleicht lese ich sie auf der falschen Ebene mit einem falschen Anspruch auf Glaubwürdigkeit. Ihre treuen Leser wissen, daß sie es mit einem Märchen zu tun haben, einem Märchen, das beruhigt, von Angst befreit, von eigenen Schuldgefühlen erlöst. Vielleicht sollte ich sie nicht an einem Standard messen, den sie nie für sich in Anspruch nehmen würde.

P. D. James, 1984

 

Es gibt keine endgültig überzeugende Erklärung dafür, wie es eine Frau aus der Mittelklasse, nett, konventionell, und ein wenig angepaßt in ihrem Verhalten, immer wieder fertigbrachte, die Leser total in ihren Bann zu ziehen.

Edmund Crispin, 1975

 

Wird im Jahre 2057 der Kursus über englische Literatur Agatha Christie - laut Statistik erfolgreichste Kriminalautorin der Gegenwart - miteinbeziehen? Das ist eine heikle Frage, da wir während des letzten Weltkrieges auf dem Land Nachbarn waren und ich für sie große Zuneigung empfinde; zudem hat sie mir eines ihrer Bücher gewidmet. [...] Obgleich sie die Landschaft in Devonshire genau kennt und nicht nur eine qualifizierte Pharmazeutin und begeisterte Gärtnerin, sondern auch eine fähige Archäologin ist, kann ihr doch kein Mensch literarische Unsterblichkeit verheißen. Ihr Englisch ist schulmädchenhaft, die Situationen sind zum größten Teil künstlich, die Details fehlerhaft. Allerdings sind ihre Romane todsichere Bühnenerfolge - auf der Bühne wird die Kritik gnädig ausgespart-, und es könnte gut sein, daß sie einmal in die Theatergeschichte eingeht.

Robert Graves, 1957

 

Ich erinnere mich nicht mehr, welchen ihrer Romane ich zuerst las, ich weiß jedoch noch genau, daß ich ihn nicht aus der Hand legen konnt, und nachdem ich ihn verschlungen hatte, keine Ruhe fand, ehe ich nicht alle Christies gelesen hatte. Ich stand um fünf Uhr morgens auf, um vor der Arbeit darin lesen zu können. Ich werde diese Sommermorgen nie vergessen.

Pensionierter Bahnbeamter, 1965

 

In deinen Büchern verdammst du alles Böse und Gemeine,

Bringst alles dann am Schluß ins Reine,

Dein Werk gleicht einem Moralitätenspiel,

darin der Sünder wie der Jedermann erkennt mit Graus:

Verbrechen zahlen sich nicht aus.

Erpresser, Mörder, Schurken, Gauner, Diebe-

du bringst zur Strecke sie mit deiner Feder Hiebe.

Max Mallowan, aus einer Ode an Agatha zu ihrem 80. Geburtstag, 1970

 

Quelle: Monika Griepenberg: Agatha Christie, rororo 1994

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